China- Kracher

Project Description

MONOPOL
China- Kracher

by Barbara Gartner, Mar, 2007 [View PDF]

Eine Stadt wird zur Metropole, wenn man sich an ihre Gebäude erinnert. In Peking wird an solchen Wahrzeichen noch gebaut – von Europas Architekturelite. Eine Inspektion

Vielleicht muss man mit der Frage anfangen, die man erst am Schluss stellen kann. Sonst werden Gespräche einsilbig. Die Frage lautet: Darf man das? Darf man Größe auf Leid errichten? Darf man den Bösen ein schönes Haus fürs gute Image bauen? Die Antwort kommt schnell, sie ist scharf, sie duldet keine weitere Diskussion. Und ist doch nur eine Gegenfrage.

„Und bei uns?“

Ole Scheeren ist kein aggressiver Mann. Er redet leise. Sagt er Wichtiges, wird er noch leiser, dabei schaut er konzentriert am Gesprächspartner vorbei. Die Frage hat er schon oft gehört, eine Antwort wird er noch einige Male geben müssen. Dabei ist Ole Scheeren weder Moralphilosoph noch Politiker, und doch redet er an diesem Wintersonntag diplomatisches Politikersprech im vorsichtigen Duktus des Philosophen. Er ist Architekt, sein Auftraggeber ist CCTV, die größte Fernsehstation der Welt: 250 Kanäle, eine Milliarde Zuschauer. Ein Propagandainstrument der Zentralregierung, sagen viele, und Ole Scheeren hat nun für CCTV nicht nur ein neues Gebäude entworfen, sondern auch eine Identität. Wenn am 8. August 2008 die olympische Flamme in Peking entzündet wird, dann werden aus diesem Turm die Bilder in die Welt geschickt. Und der Turm steht auch für das Bild, das China von sich in die Welt senden will: unerschrocken zeitgemäß, flexibel, offen.

Momentan wird an diesem China noch gebaut. Mit einer allseits gepredigten Politik der Harmonie und vielen, vielen Baggern. Bis 2003 wurde Peking von der vierten Ringstraße begrenzt, jener bis zu zehnspurigen Autobahn, die sich wie Jahresringe um das Zentrum, die Verbotene Stadt, legt. Heute kann man schon in der fünften Ringstraße im Stau stehen, an der sechsten wird gerade gebaut. Die Adressen von Bars und Restaurants, die einem eine Freundin mit auf die Reise gegeben hat, sind alle nutzlos, viele sind längst wieder verschwunden. „Der Stadtplan wird dir wohl auch nichts nützen, der ist schon zwei Jahre alt“, sagte die Freundin. Sie kennt sich aus. Kaum eine Stadt verändert sich so schnell wie Peking. Der Sand, der in der Luft liegt, der sich auf Kleider legt und den man am Abend vom Gesicht waschen muss, wird von der nahen Wüste Gobi herangeweht und von den vielen Löchern, die in den Boden gefressen werden.

Auf Ole Scheerens Baustelle haben sich die Bagger schon verzogen. Zwölf Kräne drehen sich über den Rohbau-Stümpfen,   Arbeitergrüppchen wandern vorbei, starren, lächeln, starren.  Es ist Sonntagnachmittag und erstaunlich ruhig in diesem Riesenkrater. Man hätte Lärm erwartet, Geschrei, Maschinenstöhnen, doch man hört nur den ewigen Generalbass der Stadt, in deren östlichem Central Business District im dritten Ring wir uns befinden.

Scheeren schlägt den Kragen seines eleganten, aber offensichtlich viel zu dünnen perlweißen Mantels hoch. „Unser Mann in China“, hat kürzlich ein Männermagazin getitelt, und es lässt sich von ihm tatsächlich eine formidable Überflieger­geschichte erzählen. Aufgewachsen, wie er sagt, in „the middle of nowhere“, in Karlsruhe, hat er schon als 14-Jähriger im Architekturbüro des Vaters mitgeholfen. Doch die Möglichkeiten, die in der Ar­chitektur schlummern, hat er erst ein Jahr vor dem Abitur erkannt, als er Rem Koolhaas bei einem Vortrag im ZKM zuhörte. „Damals habe ich zum ersten Mal Architektur gesehen, die beinhaltet, was ich intuitiv gesucht habe. Eigentlich wollte ich direkt zu ihm hingehen und sagen: Hör mal, ich will mit dir arbeiten.“

Es fehlte Mut. Also der klassische Weg: Abitur, Architekturstudium in Karlsruhe und Lausanne, bis er als Praktikant zu OMA (Office for Metropolitan Architecture) kam, Koolhaas’ Architekturdenkstube in Rotterdam. „Das war sofort sehr intensiv, ich habe 136 Stunden in der Woche gearbeitet und in der Jugendherberge geschlafen, weil ich keine Zeit zum Zimmersuchen hatte.“ Irgendwann hatte der Praktikant Projektverantwortung, aber auch genug von OMA. „Nach einem Jahr musste ich weg. Es war nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte.“ Wer geht, kann zurück­kommen. Jetzt ist er 36 Jahre alt, leitet die Asien-Dependance und verantwortet das gewaltigste Projekt, das sich OMA bisher zugemutet hat.

Wie lässt sich Größe erklären? Mit Zahlen? Also gut: 10000 Menschen arbeiten in Spitzenzeiten auf der 20-Hektar-Baustelle; 10000 Menschen sollen in dem Gebäude arbeiten, wenn es 2008 fertig sein wird. In die Höhe erstrecken sich dann 475000 Quadratmeter Nutzfläche, man muss sieben Minuten stramm gehen von einem Bauzaunende zum nächsten. Aber das sagt alles wenig aus. Riesenlöcher gibt es viele in dieser Stadt, in diesem Land. China ist die größte Baustelle der Welt, ein Großteil der weltweiten Stahlproduktion wird hier verbraucht.

Die Einzigartigkeit dieses Gebäudes erkennt man erst im warmen OMA-Büro, eine kurze Taxifahrt entfernt. Zwei Räume, ein kleiner, spartanisch leer, für Scheeren, im großen nebenan hocken 25 Architekten, Ellenbogen an Ellenbogen wie im Klassenzimmer. In den Regalen stehen die Modelle, wasserkochergroß, silberglänzend, und offenbaren, warum Ole Scheeren sagt: „Es gibt kein anderes Hochhaus wie dieses auf der Welt.“ Und man beginnt zu verstehen, warum das MoMA dem Turm, den es noch nicht gibt, eine Einzelausstellung einrichtet. Statt himmelstrebend senkrecht macht das CCTV-Gebäude eine Kreisbewegung, wie ein Schleife mit Knick. In der Mitte kann man durchschauen. Auf den Architekturskizzen mit Abenddämmerungsstimmung sieht das Haus aus wie ein Tor, das schiefe Tor von China.

„Rem Koolhaas hat das damals sehr clever gemacht, er hat einfach die Stimmung aufgegriffen“, erinnert sich Falk Kagelmacher, der im chinesischen Bau­minis­terium arbeitet. Peking und Shanghai befinden sich im ewigen Kleine-Jungs-Wettstreit. Es geht auch darum: Wer hat die höchsten Türme? Aber wer heute den höchsten Turm baut, der hat morgen schon verloren, weil immer ein noch höherer nachwächst. „Koolhaas hat gesagt: Es kommt nicht darauf an, wer das höchs­te Hochhaus baut, sondern das beste. Damit hatte er alle auf seiner Seite.“

Wenn Ole Scheeren das erklärt, klingt es komplizierter: „Vertikalität hat dem Stadtraum sehr wenig zu bieten, weil es eine eindimensionale Okkupation des Raumes ist. Außerdem bedeutet Vertikalität ein sehr klassisches und hartes Hie­rarchieprinzip. Je höher, desto wichtiger, die Unwichtigen sitzen unten.“ Der OMA-Loop durchbricht diese Hierarchielogik. Die obersten Etagen sind allen zugänglich, das ganze Gebäude kann in einer Auf- und Abstiegsbewegung durchwandert werden; und von der einen Hälfte des Gebäudes kann man gegenüber, in der anderen Hälfte, den Nachrichten beim Entstehen zusehen.

Die Magie des CCTV-Turms liegt (noch) in seiner Theorie. Einen Autobahnring und neunzig Grad weiter nördlich ist es genau andersherum. Das Olympiastadion, das Herzog & de Meuron entworfen haben, wird mit der OMA-Schleife künftig um den Platz auf den Briefmarken und Reiseführern und in den Gedächtnissen der Touristen konkurrieren – und wahrscheinlich gewinnen.

Vieles ist anders beim Stadion. Auch der diensthabende Architekt. Wenn sich Ole Scheeren für Fotos auf seine Baustelle stellt, breitbeinig, die Arme verschränkt, dann erinnert er manchmal an Napoleon – zielt keine Kamera auf ihn, dagegen an eines dieser kantig-aparten Gucci-Models. Sehr schmal, sehr ernst, sehr kühl. Thomas Polster, der Münchner, der für die Basler Stararchitekten Herzog & de Meuron den Werdegang des Stadions vor Ort betreut, will gar nicht drauf, aufs Bild. Zitiert werden auch nicht. Mit seinen Wanderstiefeln light und der schwarzen Fleecejacke sieht er eher aus wie ein freundlicher Ingenieur, der aus Überzeugung im Bioladen einkauft. Dass er zur Zeit eher Reisegruppenleiter als Architekt ist, liegt an der Bedeutung des Projekts. Ständig muss irgendeine Delegation im Crown Plaza Beijing, dem Luxushotel nebenan, abgeholt und herumgeführt werden. Dabei ist das Reinkommen gar nicht einfach, denn China bewacht seine neuen Wahrzeichen wie Porsche den Prototyp. Selbst Pols­ter muss manchmal umkehren.

Offensichtlich ist die Begeisterung groß: Drei Stunden hat das chinesische Fernsehen live übertragen, als am 17. September 2006 die Hebeachsen entfernt wurden. „Das Stadion steht auf eigenen Beinen“, die Meldung stand auf sämtlichen Titelseiten. Thomas Polster lächelt, wenn er sich daran erinnert. In den Grübchen hängt Erstaunen und auch ein wenig Stolz.

„Vogelnest“ nennen die Chinesen das Stadion, weil die Struktur der Stahlpfeiler an verflochtene Zweige erinnert. Wie es so daliegt, im großen Baudurcheinander des Olympiaparks, hat es eine archaische Sinnlichkeit, der man sich tatsächlich nicht entziehen kann und, wie beinahe alle Gebäude, die Jacques Herzog und Pierre de Meuron geschaffen haben, eine Aura. Anders als die Allianz-Arena ist das Olympiastadion kein weiches, wulstiges Kissen, wie die FAZ einmal geschrieben hat, sondern ganz Skelett. Es gibt weder außen noch innen, die Struktur ist gleichzeitig Fassade, der Raum ist Form.

„So etwas kann man nicht zweimal machen“, meint Jacques Herzog. „Das ist in jeder Hinsicht radikal.“ Auf der direkten Verlängerung der Verbotenen Stadt, auf der Kaiserlichen Achse, liegt das Nest und zeigt, welche Rolle dem Gebäude künftig zugewiesen wird. „Da war vorher gar nichts, das wird ein ganz neuer Ort in der Stadt“, sagt der Architekt. 91000 Menschen haben während der Spiele Platz, bei nachfolgenden Veranstaltungen noch 80000 Menschen. Dabei sind die Sitze durchgehend – und nicht, wie bei Stadien üblich, keilförmig – angeordnet. Durchgehend, durchlässig, durchsichtig ist vieles in diesem Olympiastadion. Von außen kann man hineinsehen, von innen kann man hinaussehen, und überall bieten sich Plätze als Treffpunkt an. Herzog: „Viele Olympiastadien waren nach den Spielen nicht so erfolgreich, unseres soll auch danach genutzt werden.“ Leben findet in China vor der Wohnungstür statt. Im Park macht man Gymnastik, gegessen wird auf der Straße, und das Olympiastadion soll, wenn es nach dem Willen von Herzog & de Meuron geht, bald zum

Picknicken und Spielen genutzt werden. Statt einer Behausung für 14 Tage Rennen, Springen und Werfen plante das Basler Architektenduo einen Kirchplatz, auf dem sich die Leute verabreden und treffen. „Das wird wie beim Eiffelturm“, sagt Herzog über sein Vogelnest.

Spitznamen sind wichtig und sagen viel aus über die Wertschätzung eines Neubaus, gerade in China. Dass das Stadion auch „Swiss Prison“ genannt wird, das hat eigentlich nur Thomas Glöckner gehört. Der Nürnberger baut nebenan, im Schatten des Monumentalen, die eher fade Olympia-Indoor-Halle. Schlimmer trifft es die Oper des Franzosen Paul Andreu. Wer neutrale Gefühle hat, der spricht vom „Ei“, manch anderer vom „Grabhügel“ oder „Dirty Dropping“ – und es gibt mehr, die es mit dem Gebäude nicht so gut meinen.

Die Oper, ein riesiger, runder Klops, der an der Westseite des Tiananmen-Platzes hockt, zeigt, dass für West-Architekten in China dann doch nicht alles Hurra und Schulterklopfen ist. Eigentlich sollte sie seit zwei Jahren fertig sein und für 2500 Menschen Sitzplätze bereithalten. Doch Zhang Li, der Kontaktmann von Andreu in Peking, wiegelt ab: „Nein, unter keinen Umständen können Sie das Gebäude besichtigen, das ist viel zu gefährlich.“ Andere, die schon drin waren, sagen, dass der Innenausbau längst fertig sei. In Peking hört man überhaupt allerlei Gerüchte. Falk Kagelmacher glaubt, dass dem Bau die politische Unterstützung fehle. Der

Politiker, der die Oper wollte, ist entmachtet, also hat niemand ein Interesse daran, das Projekt zu Ende zu bringen. Andere vermuten, dass händeringend nach einem Intendanten gesucht wird. Solange es den nicht gibt, bleibt eben der Bauzaun.

Sabine Favre vom Büro Paul Andreus in Paris versichert allerdings: „Wir können dazu wirklich nichts sagen. Alles, was wir sagen können, ist, dass es nicht an einem Problem zwischen uns und dem chinesischen Auftraggebern liegt, unsere Beziehung zu den Chinesen ist prima.“ Dass man nicht ins Gebäude gelassen wird, erstaunt auch sie ein wenig. Als frühesten Fertigstellungstermin erwartet sie den Sommer dieses Jahres.

Es ist nicht so, dass sich dieses Drama in irgendeinem Außenbezirk abspielt. Andreu hat seine Oper, die auf diesem Platz so fehl wirkt wie ein notgelandetes Ufo, mitten im Zentrum platziert. Wenn sich die Politiker zu Parteitagen oder zum Treffen des Volkskongresses in der Großen Halle des Volkes einfinden, dann schauen sie immerzu auf diese, vom Bauzaun umzingelte Modernisierungsniederlage. Das ist so, als wäre am Münchner Marienplatz eine Baugrube, jahrelang, und keiner würde sich wundern, oder in Berlin – obwohl, in Berlin würde sich wahrscheinlich tatsächlich niemand wundern.

Das unfertige Ei im Herzen der Stadt verdeutlicht ganz gut den trotzigen Widerstreit, in dem sich die Chinesen und die West-Architekten befinden. Einerseits haben sie die Zauberer ins Land gerufen, damit ihnen diese Internationalität und Glamour hinstellen. Die große Architekturkarawane ist gekommen, Zaha Hadid etwa arbeitet für SOHO China, eines der einflussreichsten Bauunternehmen Chinas, Sir Norman Foster kümmert sich um den Flughafen und das deutsche Großbüro GMP baut das chinesische Nationalmuseum um. Andererseits wird auch gemosert. „Manche Stadt in China ist zu einem Experimentierfeld verkommen. Ein Experimentierfeld für die erste Garde der ausländischen Architekten und die zweite und die dritte“, klagte Wu Liangyong, 84 Jahre alt und einer der bekanntesten Baumeister Chinas, in China Daily.

Sehr laut wurde der Unmut etwa, als am Pariser Flughafen Charles de Gaulle im Jahr 2004 die Betondecke zusammenbrach. Vier Menschen kamen dabei ums Leben, darunter zwei Chinesen. Den Flughafen hat jener Paul Andreu entworfen, der auch für die Pekinger Oper verantwortlich ist. Seither wird befürchtet, dass die fremden Baumeister nicht ganz wissen, was sie tun. Der Bauminister Huang Wei drückte kürzlich bei einem Vortrag seine Sorge über die Erdbebensicherheit der neuen Wolkenkratzer aus. CCTV erwähnte er nachdrücklich.

Ole Scheeren kennt die allgemeine Sorge um die Statik. Im Internet haben sich auf einer chinesischen Webseite 200000 User darüber ausgetauscht, ob sein Turm stehen kann oder nicht. „Die konservative Kritik der Profession sagt: So sieht kein Gebäude aus und so soll Statik nicht funktionieren. Das verstößt gegen das, was man weiß, und darum muss es schlecht sein“, erklärt er. „Der andere Vorwurf ist immer: Wenn man etwas Besonderes tut, muss es per Definition zu teuer sein. Geld ist immer das beste Argument, um alles anzufeinden. Besonders in demokratischen Gesellschaften ist es die beste Entschuldigung, alles zu killen, was jemals über den Status quo hinausgehen würde.“ Dass die OMA-Schleife hält, das hat Scheeren schriftlich. Von 12 unabhängigen Statikern. Und das Geld? Darüber spricht man in China nicht.

Wovon man im Westen spricht, das ist die Moral. Schon 2002 kritisierte Ian Bu­ruma im Guardian: „Sofern man nicht jegliche Geschäfte mit China von vorn­herein als verwerflich erachtet, gibt es nichts daran auszusetzen, wenn jemand in Peking ein Opernhaus baut oder meinetwegen auch ein Hotel, eine Klinik, eine Universität oder sogar eine Firmenzentrale. Doch das staatliche Fernsehen ist eine völlig andere Sache, denn CCTV ist das Sprachrohr der Partei, das Zentrum der Staatspropaganda, die Institution, die einer Milliarde Chinesen vorschreibt, was diese zu denken haben.“ Ole Scheeren reibt sich die Augen, wenn man ihn mit solchen Zitaten konfrontiert. Leicht machen will er es sich nicht. Aber die anderen sollen es gefälligst auch nicht. Die

China-ist-böse-Schlagzeilen in den Medien regen ihn auf. „Wir arbeiten mit der jungen Generation der Chinesen zusammen, da spürt man, die haben ein Ziel, vielleicht auch den Traum, etwas zu verändern. Mit diesem Projekt wollen wir ein Teil der Veränderung sein.“

Und wenn man ihm mit den Wanderarbeitern kommt, die zu Tausenden auf den Baustellen verunglücken und von denen auch in den deutschen Medien so oft berichtet wird, dann sagt er kühl: „Und bei uns? Da haben wir die Gastarbeiter.“ Darf man also? Man darf. Zumindest wenn der Entwurf gut ist. Doch den endgültigen Beweis über Qualität tritt in der Architektur nur die Zeit an.